piercings



Am besten wird ein sogenannter PTFE-Stecker genommen, der ist flexibel und passt sich leichter an.
Dann ist die große Entscheidungsfrage mit oder ohne Betäubung.
 Es gibt z.b. die Emla-Salbe *sehr zu empfehlen grins* und dann hat der Piercer meist noch ein Lydocain-Spray.

Nach der Einwirkzeit von 20-30 Minuten wird das ganze natürlich erstmal sauberst desinfiziert. Danach werden die Ein- und Austrittsstelle markiert *sprich angezeichnet*
Das ganze nochmals desinfiziert und das Lydocain-Spray drauf.

Dann kommt auch schon die Klemmzange um das ganze festzuhalten. Tja und dann isses schon fast passiert. An dieser Stelle ist die letzte Möglichkeit "nein" zu sagen!

Es folgt ein kurzer Pieks und schon ist die Kanüle mit der Nadel drin. Die Nadel wird herausgezogen, der Stecker durch die Kanüle eingeschoben und mit den Kugeln verschlossen und fertig ist das neue Piercing

Zu allererst kommt die Steckerauswahl:


C H E C K L I S T E fürs Studio

Überprüfene  anhand nachfolgender Punkte ob das von dir gewählte
Studio alle erforderlichen hygienischen Anforderungen erfüllt.

Besichtigen sie einige Studios und informiere dich unverbindlich über das Angebot.Ein ausführliches Beratungsgespräch sollte jedem Piercing vorausgehen.

Die dich behandelnde Person sollte waschbare Arbeitskleidung tragen. Die Unterarme sollten frei sein.
Bedruckte T-Shirts oder bunte Hemden sehen zwar cool aus, aber Bakterien lassen sich durch Waschen
bei niedrigen Temperaturen nicht entfernen. Offene Haare, lackierte Nägel, Ringe und Armbänder
oder ungeschützte lange Bärte bergen ein hohes Infektionsrisiko.

Die Behandlungsräume sollten separat abgeteilt und nicht einzusehen sein.
Alle Einrichtungsgegenstände sowie Boden und Wände sollten feucht abwaschbar sein.
Pflanzen oder Dekorationen haben in diesen Räumen nichts zu suchen.

Die Behandlungsliege sollte mit Einwegpapier belegt sein welches nach jedem Kunden gewechselt wir.
Ebenfalls sollte die Liege und die Arbeitsflächen nach jedem Kunden feucht desinfiziert werden.
Handtücher oder Frotteelaken gehören nicht hierher.

Sie sollten unaufgefordert über alle Risiken informiert werden. Dieses Gespräch sollte anhand einer Einverständniserklärung dokumentiert werden. Es wird nach einem eventuell vorhandene Allergiepass gefragt.
Die zu behandelnde Körperstelle sollte in einer Voruntersuchung begutachtet werden um zu erkennen ob die anatomischen Vorraussetzungen für das gewünschte Piercing gegeben sind.

Es gibt verschieden Materialien die für den Ersteinsatz geeignet sind Ihr Piercer ist ein Fachmann und wird
Ihnen das für sie am besten geeignete Material empfehlen. Dies muss nicht immer Titan sein.

Chirurgiestahl ist kein geeignetes Material für den Ersteinsatz, da es Nickelanteile enthält und diese auch
in den Körper abgibt. Auch Personen die keine Nickelallergie haben können diese durch tragen dieses Materials erwerben. Also Vorsicht!

Lehne den Einsatz von Ohrlochpistolen am menschlichen Körper unbedingt ab. Der sterile Einsatz mit Einmalmaterialien ist der Anwendung von Pistolen immer vorzuziehen.

Eine Betäubung mit Eis oder Kältespray birgt bei unsachgemäßer Anwendung Risiken. Auch der Einsatz von Sprays oder Injektionen kann gefährlich sein. Fragen sie nach wie und warum solche Mittel zum Einsatz kommen, wie sie wirken und ob der Piercer in der Lage ist bei einem eintretenden Notfall die Erstversorgung zu leisten.

Im Studio herrscht Rauchverbot und auch Tiere haben keinen Zutritt.

Es sollte dir nach dem Eingriff eine schriftliche Pflegeanweisung ausgehändigt, und die Pflege deines neuen Piercings sollte Schritt für Schritt erklärt und besprochen werden. Ein Nachsorgetermin sollte ebenfalls mit dir vereinbart werden.

Dein Piercer sollte in Falle eines Problems auch außerhalb der Öffnungszeiten für dich erreichbar sein.

Personen unter 14 Jahren dürfen nicht gepierct werden. Dies ist auch mit dem Einverständnis der Eltern illegal.

Bei Minderjährigen über 14 Jahren ist das Einverständnis der Eltern Vorraussetzung für das Piercing.
Die Eltern sollten beim Vorgespräch dabei sein und umfassend über alle bestehenden Risiken und Folgen
 informiert werden die ein Piercing, daß bei einem noch nicht ausgewachsenen Jugendlichen erfolgt, haben kann.

Dein Piercer trägt je nach Anforderung sterile oder unsterile Einmalhandschuhe.

Schmuckteile und Werkzeuge, welche mehrfach benutzt werden, sind in sterilen Päckchen eingepackt und werden jeweils vor den Augen des Kunden geöffnet.
Frage nach dem Sterilisationsdatum und wie die Teile gelagert werden. Auch diese Sterilpäckchen haben ein Verfallsdatum, welches je nach Lagerung nur 24 Stunden betragen kann.

Das Studio sollte über einen Dampfdruck Sterilisator (Autoclav) verfügen, welcher halbjährlich auf seine Funktionstüchtigkeit geprüft wird. Lass dir den letzten Prüfbericht zeigen.

 















 
 

 PFLEGETIPPS


Diese Seite soll euch einen Eindruck verschaffen, wie ihr euer Piercing am schonendsten pflegen könnt. Vor allem in den ersten Tagen und Wochen ist eine gute Pflege das A und O, damit ihr lange viel Freude an eurem neuen Schmuckstück habt. Natürlich sind die Bedürfnisse der Haut bei jedem unterschiedlich, deswegen werden hier auch nur die Tipps zusammengetragen, mit denen viele Userinnen und User sehr gute Erfahrungen gemacht haben.
Auch, wenn euer Piercer euch etwas anderes gesagt hat, heisst das nicht, dass dies der einzig richtige Weg ist. Probiert einfach aus, was euch gut tut. Wir versuchen hier nur, euch dabei behilflich zu sein.
Noch zwei Sachen vorweg: Eine Rötung und Schwellung des Piercings in den ersten Tagen ist völlig normal und auch der Austritt von Gewebeflüssigkeit (trübe gelbliche Flüssigkeit) stellt keinen Grund zur Aufregung dar. Die gelbliche Flüssigkeit ist kein Eiter! Auch einige Tropfen Blut können noch aus der Wunde treten.
Überpflegt euer Piercing nicht! Auch eine zu gründliche Reinigung/Desinfektion kann den Heilungsprozess eher hindern als fördern. 

Regel Nummer 1:  Lasst eure Finger von dem Schmuckstück! Auch, wenn es super toll ist und ihr es jedem zeigen wollt und ihr am liebsten dran rumspielen würdet, lasst es bleiben. Das Piercing braucht erst mal viel Ruhe!!! Dies gilt für alle Piercings und für jeden Gepiercten in gleichem Maße.

1. Vor dem Piercen

  • Trinkt in den Tagen vor dem Piercen kein Alkohol und nehmt keine blutverdünnenden Mittel ein (Aspirin). Auch Drogen sind Tabu.
  • Ernährt euch so gesund wie möglich. Also viel Obst und Gemüse.
  • Viel Schlaf ist auch sehr wichtig, da der Körper besser arbeiten kann, wenn er ausgeruht ist.
  • Für ein bevorstehendes Zungenpiercing könnt ihr euch in der Apotheke Bromelain-Tabletten besorgen. Die Zunge schwillt dadurch nicht so stark an.

 

2. Reinigung

  • Noch mal die Erinnerung daran: Lasst die Finger weg!
  • Eine Reinigung des Piercings ist für die Dauer der Abheilungszeit 2-3 Mal täglich zu empfehlen.
  • Wenn ihr euer Piercing reinigen wollt, wascht euch vorher die Hände!
  • Intimpiercings (und auch alle anderen) reinigt ihr am besten mit Eigenurin. Dieser ist für euren Körper steril und außerdem enthält er Harnstoff, welcher auch in vielen Wundheilungscremes enthalten ist.
  • Falls ihr euch nicht dazu durchringen könnt, euren Urin zu verwenden, dann reicht Wasser und ein Waschstück (seifenfrei) auch aus. Verwendet nach Möglichkeit keine Seife, da diese u.U. den Stichkanal reizen kann.
  • Ihr könnt zur Reinigung auch Kochsalzlösung verwenden (Apotheke oder selber machen: 9g Salz auf 991ml abgekochtes Wasser)
  • Bei Zungenpiercings empfiehlt sich normales Zähneputzen morgens und abends und nach jeder Mahlzeit oder Zigarette eine Spülung mit Meridol oder gleichwertigen Mundspülungen.
  • Um eine eventuelle Kruste vom Piercing zu entfernen, am besten eine Tasse mit einem der o.g. Reinigungsmittel darüberstülpen und die Kruste aufweichen. Dann vorsichtig mit einem Wattestäbchen abtragen.
  • Wenn ihr das Piercing dreht, dann achtet darauf, dass die Kruste vollständig entfernt ist. Auf gar keinen Fall die Kruste mit in den Stichkanal ziehen!!!

 

3. Desinfektion

  • Eine Desinfektion ist bei ganz normalem Heilungsverlauf nicht nötig. Die Desinfektion macht dann Sinn, wenn euer Piercing mit fremden Keimen in Berührung kommt. Also z.B. nach dem Sex, wenn der Partner oder andere Leute das Piercing berühren, bei Ohrpiercings wenn ihr zum Motorradfahren einen Helm aufsetzt usw.
  • Zur Desinfektion verwendet am besten Octenisept, dieses Mittel wird am allerhäufigsten empfohlen
    Sprüht das Piercing damit ein bzw. beträufelt es. Achtet auch darauf, dass es in den Stichkanal kommt. Dann lasst es zwei Minuten trocknen.

4. Entzündungen

  • Falls sich euer Piercing trotz aller Bemühungen entzündet hat, bleibt erst einmal ruhig!
  • Ihr könnt erst einmal versuchen, die Entzündung mit Kamillebädern zu beseitigen (entweder Kamillentee aufkochen oder Kamillosan aus der Apotheke verdünnen). Dazu drei mal täglich das Piercing darin baden.
  • Betaisodona-Lösung (Apotheke) ist jodhaltig und auch hilfreich bei Entzündungen. Drei mal täglich auf das Piercing träufeln.
  • Tyrosur-Gel ist ein antibiotikumhaltiges Gel, welches ihr rezeptfrei in der Apotheke bekommt. Bitte beachtet bei der Anwendung genau die Packungsbeilage, da Antibiotika mit Vorsicht zu geniessen sind.

 

5. Druckstellen

  • Sollte euer Piercing um den Stichkanal herum wund werden, prüft nach, ob der Stab evtl. zu kurz ist oder die Kugeln zu klein sind.
  • Ist mit dem Schmuck alles in Ordnung, könnt ihr Bepanthen auf die entsprechenden Stellen schmieren. Achtet aber darauf, dass die Creme nicht in den Stichkanal kommt! Die Creme lässt das Piercing nicht atmen und stört den Heilungsprozess.

 

6. Wildes Fleisch

  • Sollte sich an dem Piercing wildes Fleisch bilden, dann wartet erst einmal ab, ob es sich von allein zurückbildet.
  • Wenn es nicht von selbst weggeht, besorgt euch in der Apotheke Silicea D12-Tabletten. Nehmt diese nach Packungsbeilage ein.
  • Bringen auch die Silicea D12-Tabletten nichts, versucht es mit Acidum hydrofluoricum. Auch dies ist ein homöopathisches Mittel.
  • Sollte sich das wilde Fleisch nicht innerhalb von 2 Wochen deutlich zurückbilden, sucht euren Piercer auf.

 

7. Hilft alles nicht?

  • Sollte die Entzündung nach zwei Tagen nicht deutlich besser sein, dann wendet euch an euren Piercer!
  • Sollte das Piercing anfangen, stark zu bluten, ruft bitte euren Piercer an!
  • Solltet ihr einen Unfall mit eurem Piercing haben (Hängenbleiben o.ä.) und ihr merkt, dass der Stichkanal eingerissen ist, dann ist der Gang zum Piercer unumgänglich. In diesen Fällen ist schnelles Handeln wichtig, damit das Piercing evtl. drin bleiben kann
  • Sollte das Piercing unaufhörlich jucken, brennen und heiss sein, kann es sein, dass ihr gegen das verwendete Material allergisch seid (keine Angst, kommt sehr sehr selten vor). Und auch hier heisst es wieder ab zum Piercer!





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